flattr – Social Payment System

So, auch ich bin dabei, bei flattr; flattr, das ist ein Online-Bezahldienst … “*gähn* Kenn ich” kommt jetzt. Klar, PayPal, Moneybookers usw. kennt ihr, aber flattr ist etwas anderes, aber um das zu erklären, muss ich etwas ausholen:

Wie war es bisher?
Bisher sah man ein tolles Angebot und dachte “*wow* DAS ist wert, dass ich was dafür gebe” (z.B. Hilfe bei einem Problem, der in einem guten Blogeintrag ausführlich erklärt und gelöst wird) und dann konnte man

a) etwas aus der Amazon-Wunschliste für denjenigen bestellen, dass war aber alles zu teuer oder
b) per PayPal etwas “spenden”, aber da wollte PayPal wieder was von haben und überhaupt muss man da ja eh mindestens drölfundzwanzig Mark fuffzich bezahlen … und das ist zu teuer oder
c) man finden eine möglichkeit c) überhaupt.

Und nun?
Nun gibt es flattr. Bei flattr zahlst du monatlich einen kleinen Beitrag ein (ab 2 Euro je Monat) und die werden dann verteilt. Verteilt? Wohin? Eben! flattr bietet flattr-Buttons an, die ein Macher eines “Dings” – so heißen die Sachen, die man flattrn kann (dazu gleich mehr) – auf seiner Homepage einbauen kann.

Klickst du nun auf so einen flattr-Button, so wird dein monatliches Salär geteilt und zwar gleichmäßig auf alle flattr-Buttons, die du in diesem Monat geklickt hast.

Beispiel: Du hast dein monatliches Limit bei 2 Euro und klickst bei 20 Sachen auf den flattr-Button. Dann bekomt jeder der 20 Anbieter deine 2 Euro durch 20 geteilt, also 10 cent.

Das ist einfach für dich, weil du nur einmal anstatt 20 mal was überweist und das ist einfach für den Anbieter, weil der nur einmal den Code einbauen muss.

Rechts in der Menüleiste habe ich auch so einen flattr-Button und möchte mal sehen, wieviel sowas bringt.

Nun noch 2 negative Sachen zu flattr, die mir auffallen:

  1. Wenn ich in einem Monat nix anklicke, dann gehen mir trotzdem die 2 Euro flöten (für “charity”, wie es bei flattr in den FAQ heißt). Ich muss also zahlen, um mitmachen zu dürfen. Very social 🙁
  2. Aus 1 folgt 2: Ich muss etwas einzahlen. In der Hoffnung, etwas “Belohnung” aus Blog, Software oder wtf-auch-immer zu ziehen, muss ich erstmal bezahlen. Erinnert mich an die Simpsons-Folge wo Homer einen Internetprovider aufmacht und auf Nachfrage, ob er denn diese oder jene Sachen anbietet die Antwort gibt: “Bitte zahlen Sie erst…”

Ich werde flattr testen, erwarte aber nichts davon. Wahrscheinlich sind die 2 Euro, die ich investeirt habe, reines Lehrgeld. Du merkst schon, ich bin nicht so der flattr-Fan, lasse mich aber gern überzeugen.

Ein Gedanke zu „flattr – Social Payment System

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